Rollenwechsel mit Blick auf eine fremde Kultur, Workshop im BZME ein Erfolg

Über ein Jahr lang war das Begegnungszentrum Migration und Ehrenamt (BZME) in der entwidmeten Waldkirche in Heidenheim ein zentraler Ort für Integrations-veranstaltungen. Zur Realisierung und maßgeblichen Unterstützung des BZME trugen Fördermittel des Landes Baden-Württemberg aus dem Programm „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für Flüchtlingshilfe“ beim Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg bei. Das Projekt war auf die Dauer der Förderung ausgelegt, die Mitte Dezember ausgelaufen ist. Die Integrationsarbeit soll nun verstärkt zusammen mit Ehrenamtlichen und Trägen der freien Wohlfahrtspflege in den Städten und Gemeinden direkt vor Ort stattfinden.
Insgesamt fanden im BZME weit über 50 Veranstaltungen statt, davon etwa die Hälfte auf regelmäßiger Basis, von Workshops über Schulungen und Kurse bis zu speziellen Treffen für Mütter oder Kinder.

Stefan Linke (Integrationsbeauftragter) und Frank Neubert (Bildungskoordinator) organisierten als letzte Veranstaltung im BZME einen Workshop zum Thema „Normen & Werte, kulturelle Gepflogenheiten für Geflüchtete und Ehrenamtliche“, der von der Hanns-Voith-Stiftung gefördert worden war. Unter der Leitung von Brigitte Ilg, Leiterin Auslandsamt Duale Hochschule Baden-Württemberg Heidenheim, und Joachim Oelkuch, Leiter Volkshochschule Heidenheim, wurden 23 Teilnehmer, davon neun Geflüchtete, in einem Rollenspiel in die Situation versetzt, sich in einer fremden Kultur mit anderen Normen und Werten ohne sprachliche Verständigung zu behaupten. So wurde ein gemeinsames Bewusstsein geschaffen sowohl für die aufnehmende deutsche Kultur, als auch die Wahrnehmung dafür geschärft, wie Geflüchtete diese empfinden. Darüber hinaus wurden in Gruppenarbeit Anregungen für die künftige Integrationsarbeit – etwa durch Vereine – entwickelt und Ideen für weitere Workshops gesammelt.

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