Einsatz von Flüchtlingen in gemeinnütziger Arbeit:

Grundsätzlich haben Flüchtlinge die Möglichkeit, gemäß § 5 Asylbewerberleistungsgesetz im Rahmen der gemeinnützigen Arbeit tätig zu werden.  Diese Arbeit sollte keinen regulären Arbeitsplatz ersetzen .
Die Ausgestaltung dieser Arbeit soll zeitlich und räumlich so ausgestaltet werden, dass man diese auf zumutbare Weise und zumindest stundenweise ausüben kann.
Die Ausübung einer gemeinnützigen Arbeit begründet kein Arbeitsverhältnis im Sinne des Arbeitsrechts und begründet ebenso kein Beschäftigungsverhältnis im Sinne der gesetzlichen Kranken,-und Rentenversicherung.
Für die zu leistende Arbeit wird eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 0,80 € pro Stunde ausbezahlt. Der zeitliche Umfang darf eine Stundenzahl von 100 Stunden im Monat nicht überschreiten.
Die Vorgehensweise ist wie folgt:
Wenn gemeinnützige Träger eine Möglichkeit zur gemeinnützigen Arbeit für Flüchtlinge haben, melden sie dies direkt an das Landratsamt, Stabsbereich Migration und Ehrenamt. Dort wird vorab geprüft, ob es sich um eine gemeinnützige Arbeit im Sinne von § 5 AsylblG handelt.
Die Art der Arbeit sowie der zeitliche Umfang und der Einsatzort sollten ebenfalls mitgeteilt werden.

Sollte bereits Kontakt mit einem Flüchtling aufgenommen worden sein, so muss dieser sich direkt beim Landratsamt, Integrationszentrum (IHZ), bei den dortigen Sachbearbeitern melden und einen entsprechende Erklärung unterschreiben als Nachweis, dass er wirklich arbeiten möchte.
Danach kann nach Rücksprache mit dem Anbieter der gemeinnützigen Arbeit mit dem Flüchtling eine Vereinbarung abgeschlossen werden, in welcher die Details zur Arbeit schriftlich festgehalten werden
(Beschäftigungsträger, Stundenzahl, Ansprechpartner…).
Die weitere Ausgestaltung des „Arbeitsverhältnisses“ obliegt dann dem Anbieter der gemeinnützigen Arbeit. Wenn der Flüchtling dann arbeitet, wird ja schriftlich festgehalten, wie viele Stunden er arbeitet.
Am Monatsende oder zu Beginn des Folgemonats wird dann die Abrechnung der geleisteten Stunden zum Landratsamt geschickt, damit der Sachbearbeiter das Geld an den Flüchtling auszahlen kann.

Bei Fragen hilft gerne:
Frau Iris Mack
Landratsamt Heidenheim
Stabsbereich Migration und Ehrenamt
Felsenstraße 36 – 89518 Heidenheim
Telefon: 07321/321-2353
i.mack@landkreis-heidenheim.de

 

Die AWO in Heidenheim stellt AsylbewerberInnen nach § 5 Asylbewerberleistungsgesetz gemeinnützige Arbeitsplätze zur Verfügung, für die im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung eine Aufwandsentschädigung gezahlt wird.
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Das Jobcenter Heidenheim kümmert sich um Flüchtlinge/ Asylberechtigte und bietet finanzielle Hilfen sowie Unterstützung bei der Integration in Ausbildung und Arbeit.
Zugleich werden Leistungen im Bereich Bildung und Teilhabe gewährt.

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(Auszug aus dem Leitbild des Jobcenters Heidenheim)

Weitere Informationen rund um das Thema Arbeit & Beschäftigung:

Die Regelung zu Praktika und Beschäftigung ist zu finden auf der Seite der GGUA Flüchtlingshilfe e. V., Projekt Q unter:

2 Gedanken zu “Arbeit und Beschäftigung

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