Zu Fuß nach Deutschland

success_story_02Vor drei Jahren kam Nura das erste Mal zu einer Beratung bei „Ich für uns“ ins Meeboldhaus. Sie war neu in Heidenheim und wollte sich ehrenamtlich engagieren. Sie blickte nach vorne und brachte sich an verschiedenen Stellen ein. Nun blickt sie zurück und schreibt über ihre Herkunft und ihre Flucht:

Regakaman ist ein Buch über Liebe, Zusammenhalt und Mut. Es erzählt die Geschichte von Nura, einer jungen Kurdin aus dem Irak, die ihr ganzes Leben versucht, die Zwänge und Unterdrückung, die in ihrer Familie und Gesellschaft gegenüber Frauen vorherrschen, zu überwinden. Gleichzeitig ist sie gefangen in ihrem traditionellen Denken, das sie auch nie ganz ablegen kann.
Allein gelassen und belogen von ihrem Ehemann kommt sie mit ihrer kleinen Tochter Dekan nach Deutschland und schafft es, gegen den Willen ihrer Familie, ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Doch mit zehn Jahren verliert Dekan bei einem Unfall ein Bein und beide müssen mit der neuen Situation klarkommen und sich regelrecht ins Leben zurückkämpfen.
Der Kampf dieser beiden Frauen, die, wie Dekan an einer Stelle im Buch sagt „genug Leid für 20 Leben“ durchleiden müssen, ist sehr berührend und ein ums andere Mal musste ich mit den Tränen kämpfen oder meine Wut zügeln gegenüber den Menschen, die die beiden achtlos oder auch mit voller Absicht verletzen und demütigen. Aufgewachsen in Deutschland war ich fassungslos, dass auch heute noch Frauen derart behandelt werden. Aber auch das Verhalten einiger deutscher Mitbürger hat mich entsetzt. Zum Glück gibt es auf beiden Seiten Menschen, die sie uneigennützig unterstützen und begleiten.
Dieses Buch lehrt uns, dass die Würde und Freiheit des Menschen an erster Stelle stehen und niemand aufgrund seines Geschlechts oder seiner Herkunft verurteilt werden sollte. Durch Bücher wie dieses lernen wir vielleicht zu verstehen, warum es Menschen aus anderen Kulturkreisen oft schwerfällt, in unserer freien, aber teilweise auch mitleidlosen Gesellschaft zurecht zu kommen.
Die ganze Geschichte ist sehr einfühlsam und authentisch von Autor Michael Schürle geschrieben und unbedingt empfehlenswert.

Am 25. August um 20 Uhr wird der Autor aus dem Buch vorlesen und die Hauptperson des Buches wird vor Ort sein, um persönlich von ihrer Lebensgeschichte zu erzählen. Die Vorstellung und Lesung des Buches wird im Talhof 1 stattfinden.

Schauen Sie vorbei und lassen Sie sich mitnehmen in das fasettenreiche Leben von Nura!

Neues Auto für „Kleiderglück“ des DRK

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Der alte Kleintransporter des DRK-Kleiderladens „Kleiderglück“ konnte endlich durch ein neues Fahrzeug ersetzt werden! Der teils gesponserte und teils durch Spendengelder finanzierte Caddy wurde am Übergabetag feierlich willkommen geheißen! Hier geht es zum Zeitungsartikel!

Nachdem nach langem Warten ein neues Fahrzeug gewonnen werden konnte, sind nun Sie an der Reihe. Das DRK und „Kleiderglück“ freuen sich neben dem Auto auch sehr über neue Mitarbeiter! Erst vor wenigen Wochen war ich selbst vor Ort und durfte für ein paar Stunden im Kleiderladen mitarbeiten. Die Arbeit bereitet große Freude und es gibt allerhand zu tun!

Bei Interesse an einer ehrenamtlichen Tätigkeit im „Kleiderglück“ wenden Sie sich gerne an:

Emma Sapper
Tel. 07321 3583-27
e.sapper@drk-heidenheim.de

 

Umbau der Kleiderkammer des DRK Kreisverbandes Heidemheim e.V.

 

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DRKDie Kleiderkammer des Roten Kreuzes befindet sich im Gebäude der Geschäftsstelle, Schlosshaustr. 98 in Heidenheim. Dort erhalten sozial benachteiligte Personen gut erhaltene Kleider. Angeboten werden Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie textile Haushaltswaren.

Bislang war die Kleiderkammer nur provisorisch eingerichtet und dadurch konnte der zur Verfügung stehende Platz nicht optimal genutzt werden. Durch die Unterstützung der Glücksspirale aus der Kampagne „Aus Liebe zum Menschen“ konnte der Umbau und damit die Verbesserung der Rader Kleiderkammer verwirklicht werden. Dadurch konnten die Arbeitsbedingungen der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter in der Kleiderkammer verbessert werden und die Kunden können in einer ansprechenderen Atmosphäre Kleidung erhalten.

Ziel war es, mehr Stauraum zu schaffen und die Kleiderausgabe leichter und übersichtlicher zu gestalten. Dazu wurde ein einheitliches Regalsystem installiert. Nun kann die Kleidung auf zwei Ebenen aufgehängt werden, die Kleiderbügel hierfür hat die Firma M. H. Kleiderbügel in Lauingen gespendet. Kinderkleidung und andere Kleinteile können in Hängekörben präsentiert werden und müssen nicht mehr am Boden stehen. Dies führt zu einer besseren Barrierefreiheit. Ein neuer Anstrich trägt zusätzlich zu einer schöneren Atmosphäre bei.

Die neuen Regale werden von den Kunden sehr gut angenommen. Die Kunden finden sich mit der neuen übersichtlichen Sortierung der Kleidung sehr gut zurecht. Auch für die Haupt- und Ehrenamtlichen der Kleiderkammer ist das neue Regalsystem eine deutliche Erleichterung, das ständige Zusammenlegen der Kleidungsstücke fällt größtenteils weg, wodurch die Arbeit effizienter ist.

Durch den neuen Anstrich und die einheitlichen Regale konnte eine ansprechendere Atmosphäre für Hilfsbedürftige und sozial Benachteiligte aller Generationen und Herkunft gestaltet werden.

Die Warenausgabe erfolgt am Dienstagmorgen von 9:00 – 11:00 Uhr und am Mittwochnachmittag von 13:30 – 17:00 Uhr. Kleiderspenden können während den Öffnungszeiten der Geschäftsstelle (Mo-Do 08-16 Uhr, Fr 8-12 Uhr) direkt vor Ort abgegeben werden. Auch im Kleiderladen „kleiderglück“ in Giengen werden Kleiderspenden angenommen.

Wer Interesse hat in der Kleiderkammer ehrenamtlich tätig zu werden, darf sich gerne an   Frau Emma Sapper (Tel.: 07321 3583-27, E-Mail: e.sapper@drk-heidenheim.de) wenden.

Glücksspirale

„Wohnen für Hilfe“

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Generationen
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Das neu ins Leben gerufene Programm orientiert sich sehr stark an herkömmlichen Aupair- Programmen. Ziel ist es, die Integration von Flüchtlingen mit Aufenthaltstitel voranzutreiben.
Flüchtlinge werden zu Lebenshelfern, die der besseren Verständlichkeit der Aufgaben her Aupairs genannt werden. Das Programm vermittelt Aupairs an Haushalte hilfebedürftiger Menschen. Der grundsätzliche Unterschied zu normalen Aupair-Programmen ist, dass die Flüchtlinge nicht zu Familien mit Kindern sondern zu Menschen geschickt werden, die aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes nicht mehr selbständig alle Aufgaben erledigen könnnen.
Kost und Logis für das Aupair sind frei, dafür wird die Mithilfe im Haushalt und, je nach Situation der Gastperson, der ein oder andere Gang zum Arzt oder zum Einkaufen erwartet.
Das Programm orientiert sich weiterhin an „Wohnen für Hilfe“, wie es in anderen Städten schon Studenten praktizieren.
Eine Teilnahme an diesem Programm würde die Wohnsituation der Aupairs in vielen Fällen drastisch verbessern. Sobald der Pflichtintegrationskurs beendet ist, besuchen die Aupairs während dieser Zeit einen guten Deutschkurs, um die Integration weiter zu erleichtern.
Nach der Zeit als Aupair wäre bei Interesse und entsprechenden Deutschkenntnissen der Beginn einer Ausbildung in der Pflege möglich, die durch das Programm vermittelt werden könnte.

Kontaktmöglichkeit bei Interesse:
Anja Biber
Handy: 0151 41 44 01 53

 

„Ankommen“-App des Bundestamtes für Migration und Flüchtlinge

Die Integration von Flüchtlingen ist die Herausforderung für die kommenden Monate und Jahre. Mit der App „Ankommen“ möchten die Bundesagentur für Arbeit, das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge, das Goethe-Institut sowie der Bayerische Rundfunk einen Beitrag leisten zur erleichterten Integration.  Rund 135.00 Menschen haben die App bereits heruntergeladen.

„Ankommen“ hilft seit Anfang des Jahres Geflüchteten, sich in den ersten Wochen in Deutschland zurechzufinden. Sie bietet Informationen und praktische Hilfe für Geflüchtete zu den Themenbereichen „Asyl“, „Ausbildung“, „Arbeit“ und „Leben in Deutschland“. Die Informationen stehen auf Deutsch, Englisch, Französisch, Arabisch und Farsi/Persisch zur Verfügung. Mit Hilfe des integrierten Sprachkurses können Geflüchtete anfangen Deutsch zu lernen.

Die App wurde vor Kurzem aktualisiert und erweitert, der integrierte Sprachkurs umfasst nun zwei weitere Kapitel. Die Stiftung Warentest hat die App kürzlich als „absolut empfehlenswert“ eingestuft.

Wenn auch Sie Interesse an dieser App haben, einfach    https://www.ankommenapp.de/ öffnen und die App herunterladen!

Café des Lächelns – Treffpunkt für junge Mütter nach der Flucht

Möchten Sie mit Ihrem Kind andere junge Muttis kennenlernen und gemeinsam in schönen und kindergerechten Räumen spielen, basteln und lachen?

Der Kinderschutzbund Heidenheim bietet in den Räumen der Familieninsel für junge Frauen bis 27 Jahren mit Fluchthintergrund, einen offenen Treff an.
Die Mütter können zusammen mit ihren Kindern in einem regelmäßigen Angebot, in freundlicher Umgebung eine positive Zeit zusammen erleben.
Im Programm sind Bewegungs-und Musikspiele, Basteln sowie Einübung der Sprache
Wir möchten auch die örtlichen Gegebenheiten vorstellen. Erkundung der Sadt und der näherern Umgebung. Freizeitgestaltung, Aktivitäten im Freien und Versorgung ( Ärzte, Kiga,etc.) Auch eine Unterstützung mit verschiedenen Alltagssituationen zurecht zukommen, möchten wir geben.
Bei Bedarf erhalten sie Hilfe und Informationen bezüglich weiterführender Hilfen.

 Uns ist es ein großes Anliegen, dass sich die Mütter und ihre Kinder wohlfühlen.

Beginn ist am Donnerstag 12.05.2016 ab 14.30 Uhr

Wir freuen uns auf Euch

Familieninsel

Basisschulungen für Ehrenamtliche in der Flüchtlingshilfe

Viele Ehrentamtliche der Stadt Heidenheim engagieren sich in der Flüchtlingshilfe. Um neue ehrenamtlich Engagierte zu gewinnen und bereits tätige neu zu schulen, veranstaltet das Landratsamt Basisschulungen.

Im April und Mai finden im Landratsamt an 4 Abenden jeweil von 18:00 bis 20:00 Uhr Basisschulungen für Ehrenatmliche statt. Bei Teilnahme an 3 von 4 Kursen wird eine Teilnahmebestätigung ausgestellt.

Die Basisschulungen zu den jeweiligen Themen finden an folgenden 4 Terminen statt:

  • 11.04. (bereits stattgefunden) Asyl- und Ausländerrecht/Beschäftigung und Integration in Arbeit
  • 19.04. Aufnahme und Unterbringung/soziale Beratung und Betreuung
  • 26.04. Medizinische Versorgung von Flüchtlingen/Infektionsrisiken beim Kontakt
  • 09.05. Ehrenamt/Kooperation mit Diakonie und AWo

Es wurden verschiedene Referenten zu diesen Schulungen eingeladen, die zu den einzelnen Themen referieren werden: Teamleitungen, Migration und Ehrenamt, Fachbereich Gesundheit, Jobcenter, Kooperationspartner Diakonie und AWO